Neu eingetroffen: Der FIIO M11

FIIO hat sich in den letzten Jahren als eine der ersten Adressen im Bereich der High-Resolution Audio Player für unterwegs etabliert. Die gesammelte Erfahrung kommt nun dem neuesten FIIO DAP namens M11 zugute, der mit einer vollgepackten Feature-Liste und audiophilem Fein-Tuning punktet.

Der FIIO M11 bei HiFi im Hinterhof

Design

Wie üblich werfen wir zunächst einen Blick auf das Design des neuen FIIO Players. Der M11 kommt mit einem schlichten, schwarzen Gehäuse, misst 70 x 130 x 15,5 mm und wiegt 210g. Kleine farbliche Akzente setzen sowohl der Lautstärkeregler auf der linken Seite als auch die eingefassten Kopfhörerbuchsen auf der Unterseite. Front- und Rückseite werden jeweils vollständig mit einer verstärkten Glasoberfläche bedeckt; vorne befindet sich natürlich das obligatorische Touch-Display (5,15 Zoll, 18:9 Format, 720p), hinten schimmert abhängig vom Lichteinfall eine fein gemaserte Karbonfaser-Struktur durch das Glas. Auf der linken Seite finden neben dem Lautstärkeregler noch die Play-/Pause- sowie die Skip-Taste Platz, rechts kann mittels des mitgelieferten Mini-Werkzeugs auf zwei MicroSD-Slots (bis zu 2 TB) zugegriffen werden. Zwischen den insgesamt drei Klinkenbuchsen auf der Unterseite (2x symmetrisch: 2,5 mm, 4,4 mm und 1x unsymmetrisch: 3,5 mm) liegt mittig die Anschlussbuchse für das Ladekabel (USB-C), auf der Oberseite lässt sich der M11 ein- und ausschalten. Die Haptik des Players ist gelungen, Gewicht und Material vermitteln Wertigkeit ohne klobig zu wirken, die Taster arbeiten sauber und der Lautstärkeregler, dessen Rasterung jede Veränderung mit taktilem Feedback und einem unaufdringlichen Klicken quittiert, sitzt stabil in der Fassung. Im Lieferumfang enthalten ist im Übrigen eine Schutzhülle, die den M11 vor etwaigen Stößen schützt.

Die Rückseite des FIIO M11 mit den Hi-Res-Siegeln

Hardware

Nachdem wir uns grundsätzlich orientiert haben, geht es jetzt ans Eingemachte – und hier gibt es tatsächlich einiges abzuarbeiten. Beginnen wir also mit der Tatsache, dass der FIIO M11 mit einem potenten 6-Kern-Prozessor und 3GB (sowie 32GB internem Speicher) ausgestattet ist und so ausreichend Leistung bereit hält um eine flüssiges Navigieren durch die Android 7 Benutzeroberfläche zu gestatten. Die Wandler-Architektur ist wie es sich für einen audiophilen Player gehört vollständig symmetrisch aufgebaut, es kommen also gleich zwei aktuelle AKM AK4493 D/A-Wandler zum Einsatz. Darüber hinaus wurden für die Entwicklung des M11 aber auch alle weiteren Bauteile – Op-Amps, Widerstände, Kondensatoren etc. – sorgfältig selektiert, sodass der M11 in der Lage ist ein neutrales und störungsfreies High-End-Signal für den angeschlossenen Kopfhörer bereitzustellen. In dieser Hinsicht zeigt sich der neue FIIO übrigens wenig wählerisch und treibt auch anspruchsvolle Hörer problemlos an. Selbstverständlich sind sowohl ein WLAN- als auch ein Bluetooth-Modul integriert, sodass sich der Player problemlos mit anderen Geräten koppeln lässt. Was genau hier alles möglich ist, behandeln wir im nächsten Abschnitt, wenn wir der Software auf den Zahn fühlen.

Betriebsbereit: Der FIIO M11 mit der FIIO Music App

Software

Wie bereits erwähnt kommt der FIIO M11 mit einer angepassten Version von Google Android 7 (Nougat), allerdings ohne eingekaufte Google-Lizenz; der offizielle Google Play Store steht also nicht zur Verfügung. Das bedeutet wohlgemerkt nicht, dass sich Apps nicht manuell nachinstallieren lassen, allerdings könnte es zu Problemen kommen, wenn diese bestimmte Google Play Store Dienste voraussetzen. Hier bewegen wir uns natürlich schon weit abseits der eigentlichen Kernkompetenzen des Gerätes. Wenn es in erster Linie um das Abspielen von Musik geht, ist der M11 ab Werk bestens ausgerüstet.

FIIO hat seine eigene FIIO Music App vorinstalliert, die neben den obligatorischen  Funktionen (Abspielen, Pausieren, Favoriten-Listen, Navigation durch die Musikbibliothek, Multiband-Equalizer, …) auch noch einige Besonderheiten parat hält. So lässt sich der M11 über die sogenannte FIIO Link Funktion zum Beispiel via Bluetooth mit einem Smartphone verbinden und kann dann mit der FIIO Link App von dort ferngesteuert werden. Zudem steht für die Übertragung (hochauflösender) Musik via Bluetooth ein ganzes Arsenal entsprechender Protokolle zur Verfügung: SBC, aptX, aptX HD, LDAC (Sony), LHDC (Huawei). Auch eine WLAN-Verbindung lässt sich nicht nur zum Download von Apps oder Updates, sondern auch für musikalische Zwecke einsetzen. So unterstützt der M11 einerseits Apple AirPlay und versteht sich auf das universelle DLNA-Protokoll, über das auf Computer- der NAS-Systeme zugegriffen werden kann. Andererseits können selbstverständlich die einschlägigen Streaming-Anbieter wie Spotify und Co. angezapft werden. Schließlich ist es auf diesem Weg auch möglich Musikdateien vom Computer oder Smartphone auf den Player zu kopieren, falls einmal kein Kabel zur Hand ist.

Vorführbereit in unserem Kopfhörer-Studio in Berlin

Unerlässlich ist ein solches wiederum, wenn man den M11 in den USB DAC Modus versetzt, also als D/A-Wandler am Computer benutzt oder Musikdaten (auch DSD) über USB bzw. S/PDIF (Coaxial-Adapter im Lieferumfang) an einen anderen Wandler ausgibt. Unterstützt werden dabei maximal PCM-Dateien mit 384 kHz / 32 Bit sowie native DSD256-Files. Noch ein Wort zum Thema DSD: Der FIIO M11 verfügt über eine sogenannte „All-to-DSD“-Funktion, die sämtliche Audiodaten (auch aus externen Apps) auf DSD64 hochrechnet.

Schlussgedanken

Damit wären wir am Ende unseres Überblicks angelangt. Der FIIO M11 hinterlässt einen vielversprechenden ersten Eindruck. Wir werden die kommenden Tage nutzen und den Player noch weiter erkunden. Selbstverständlich können Sie sich in unserem Kopfhörer-Studio ab sofort auch jederzeit ein eigenes Bild machen.

Update 07.10.2019: Inzwischen ist die Pro-Version des FIIO M11 erschienen, die sich durch einen verbesserten Digital-Analog-Wandler, eine verbesserte Verstärkereinheit und eine höhere Speicherkapazität auszeichnet. Gibt’s auch bei uns!

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