Moon (by Simaudio) landing: Zuwachs im High-End-Bereich

Wir freuen uns über vier spannende neue Produkte in unserem HiFi-Portfolio: Moon Neo ACE, Moon 260D, Moon Neo MiND 2 und Moon Neo 340i X. Was es mit den vier Komponenten und dem Hersteller selbst auf sich hat, klären wir in diesem Artikel.

Moon Neo MiND 2, Neo ACE und Neo 340i X bei HiFi im Hinterhof

Über Moon (by Simaudio)

Beginnen wir mit ein paar allgemeinen Bemerkungen, um die HiFi-Schmiede Moon (by Simaudio) besser einordnen und die etwas komplizierte Nomenklatur auflösen zu können. Letztere rührt daher, dass der in Kanada ansässige Hersteller bereits eine lange und bewegte Geschichte hat, immerhin feiert man im kommenden Jahr das 40. Firmenjubiläum. Gegründet wurde das Unternehmen unter dem Namen Sima Electronics in der kanadischen Provinz Quebec und konnte schon mit seinen frühen Entwicklungen, die zunächst für den professionellen Bereich konzipiert waren, einige Aufmerksamkeit generieren. Etliche Jahre und zahlreiche Innovationen später – die Umstrukturierung unter neuem Namen (Simaudio) und die Celeste-Serie der 1990er Jahre fallen in diese Periode – kommen Ende der 90er schließlich die ersten Geräte der Moon-Serie auf den Markt. Nicht zuletzt wegen der Qualität der Komponenten bleibt der Name hängen und wird schließlich als Marke etabliert: Moon (by Simaudio). Nach vielen ausgezeichneten Produkten unter diesem Banner erfreut sich das Unternehmen, das alle Geräte vollständig in Kanada entwickelt und fertigt, seit 2013 von drei langjährigen Mitarbeitern zurückgekauft wurde und ca. 40 Mitarbeiter*innen zählt, im Jahr 2019 nach wie vor großer Beliebtheit und produziert wertiges HiFi-Equipment auf dem aktuellen Stand der Technik, wie wir im Folgenden noch sehen werden.

Moon Neo MiND 2, Neo ACE und Neo 340i X bei HiFi im Hinterhof

Moon Neo ACE

Wir beginnen den Rundgang durch unser neues Moon-Programm mit dem Moon Neo ACE. Der All-In-One-Player mit 2 x 50 Watt Class-AB Verstärkerstufe verdient seinen Namen absolut zurecht, denn abgesehen von einem CD-Laufwerk fehlt hier wirklich nichts. Vier RCA-Pärchen stehen für analoge Signale zur Verfügung: Zwei Eingänge sind für beliebige Line-Level Geräte vorgesehen, ein dritter Eingang reicht via Plattenspieler abgetastete Signale an den wirklich gut klingenden internen MM-Phono-Vorverstärker weiter. Hinzukommt schließlich ein Ausgang, um einen externen Verstärker oder Subwoofer anzusteuern. Hier ist aber noch nicht Schluss: An der Front befindet sich der Ausgang des ebenfalls integrierten Kopfhörerverstärkers sowie ein Aux-Eingang im Miniklinken-Format für mp3-Player und Co. Digitale Eingänge gibt es sechs an der Zahl. Jeweils zwei optische bzw. koaxiale Schnittstellen, ein USB-Input und die Ethernet-Buchse warten auf Bits und Bytes, die dann an die hervorragenden Wandler-Architektur, basierend auf Chips der ESS Sabre Reihe, weitergeleitet werden (maximal 32 Bit/384 kHz bzw. DSD256). Last but not least sind natürlich das integrierte WiFi- sowie das Bluetooth-Modul (aptX HD) zu nennen.

Einen Teil der Funktionen des Moon Neo ACE erreicht man über die Taster sowie den Endlos-Regler an der Front, die – wie übrigens das Gerät insgesamt – solide gearbeitet sind und auch haptisch einen tollen Eindruck machen. Eine Fernbedienung ist selbstverständlich im Lieferumfang enthalten und optisches Feedback bietet natürlich jederzeit das (dimmbare) OLED-Display. Trotzdem sollte man sich unbedingt die passende App „Moon MiND Controller“ herunterladen, mit der sich bequem Quellen, Playlisten und Einstellungen navigieren lassen und die darüber hinaus auch als Multiroom-Zentrale fungiert, sofern sich mehrere kompatible Moon-Komponenten in einem Netzwerk befinden. Unterstützt werden die hochauflösenden Streaming-Dienste Tidal Masters, Deezer Hi-Fi und Qobuz Sublime+, außerdem ist der Neo ACE ROON-ready und dekodiert MQA-Dateien.

All-In-One: Der Moon Neo ACE

Moon Neo 340i X

Nachdem wir nun die All-In-One-Lösung von Moon in den Blick genommen haben, erweitern wir das Feld und schauen uns mögliche Kandidaten für eine Mehr-Komponenten-Lösung von Moon an. Den Anfang macht dabei der Vollverstärker Moon Neo 340i X, bei dem, wenn man den Neo ACE als Orientierungshilfe nimmt, die Streaming-Einheit einigen zusätzlichen Ein- bzw. Ausgängen in der Analog-Sektion, vor allem aber einem luxuriöseren Schaltungsdesign gewichen ist, das noch kompromissloser auf höchste Klangqualität getrimmt ist und doppelte Leistungsreserven zur Verfügung stellt. Hier sind beispielsweise das extrem großzügig dimensionierte Netzteil mit Ringkerntransformator oder auch die speziell abgestimmten Ausgangstransistoren hervorzuheben. Die D/A-Wandler Sektion, die wir oben kennengelernt haben, hat der Neo 340i X ebenfalls mit an Bord. Weiterhin erwähnenswert ist die Pass-Through-Funktion, die es ermöglicht die Lautstärke extern, über ein am analogen Input A2 angeschlossenes Quellgerät, zu steuern.

Voll ausgestattet: Der Vollverstärker Moon Neo 340i X

Moon Neo MiND 2

Da der Neo 340i X intern über keine Streaming-Funktionalität verfügt, bedarf es, so sie denn gewünscht ist, einer gesonderten Komponente – und hier kommt der Neo MiND 2 ins Spiel. Dieser ergänzt im Grunde sämtliche Streaming-Funktionen des Neo ACE, allerdings bietet die Zwei-Komponenten-Lösung natürlich mehr Leistung, mehr Platz für die hochwertige Technik, weniger direkte Beeinflussung der Baugruppen untereinander und eine höhere Flexibilität hinsichtlich der Veränderung bzw. Ergänzung des Setups.

Streaming-Zentrale: Moon Neo MiND 2

Moon Neo 260D

Als weiterer Spielpartner aus dem Hause Moon kommt darüber hinaus der CD-Player 260D in Frage. Noch hat die Silberscheibe als Medium nicht ausgedient und wer bereits eine stattliche Sammlung der Red-Book-Datenträger angesammelt hat, wird diese wohl auch in Zukunft nutzen wollen. Als High-End-Zuspieler bietet sich hierfür der 260D an, der mit einem extrem aufwändigen Laufwerk ausgestattet ist. Das von Moon selbst entwickelte M-Quattro-Drive verfügt über eine 4-Punkt-Schwebefederung und erlaubt eine nicht nur hoch präzise sondern auch quasi geräuschlose Abtastung. Anschließend wird das Signal wahlweise an den internen Wandler (arbeitet bis maximal 192 kHz) weitergereicht oder aber direkt digital ausgegeben. Zudem gibt es die Möglichkeit den D/A-Converter direkt zu füttern; zwei Koaxial-Eingänge, ein optischer sowie ein USB-Eingang stehen zur Verfügung.

Schlussgedanken

Die vier hier vorgestellten Moon-Komponenten sind ein Paradebeispiel für vorzügliches HiFi: Technisch auf der Höhe der Zeit glänzen die Geräte mit einer guten Verarbeitung, tollem Handling und einer klanglichen Qualität, die Herzen spielend höher schlagen lässt – ab sofort auch in unserer Berliner Vorführung. Antesten!

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch

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